Samstag, 10 September, 13:00, Teufelsbrück, Fahrrad-Sternfahrt
Der Senat hält immer noch an seiner neoliberalen Wachstumspolitik fest, will weiter Gewerbe ansiedeln und jährlich 10.000 neue Wohnungen bauen. Mehr Neubauen bedeutet zwangsläufig mehr Flächenversiegelung und die Zerstörung weiterer Naturräume, Biotope und naturbelassener Ökosysteme.
Mitten in der globalen Klimakrise und dem weltweiten Artensterben ist es unverantwortlich, jahrzehntealte Bäume und intakte Ökosysteme zu zerstören – überall und egal wie klein sie sind!
Das betrifft akut den Wilden Wald in Wilhelmsburg, die Marschlandschaft in Oberbillwerder, den Vollhöfner Wald (nein, der Völli ist nicht gerettet, nur wenn bin 2023 eine andere Fläche zur Bebauung gefunden wird…) das Diekmoor in Langenhorn und viele weitere Naturräume und Grünflächen in Hamburg.
Natur UND bezahlbarer Wohnraum für alle!
Es gibt in Hamburg viele leerstehende (Zweit-)Wohnungen, Büro-, Gewerbe-, Industrie- und Hafenflächen, die für Wohnraum genutzt werden können. Aber statt Investoren dazu zu bringen, schadstoffbelastete Böden und bestehende Gebäude zu sanieren, werden städtische Grünflächen an private Investoren zur Bebauung vergeben. Aber immer mehr Bauen bietet offensichtlich keine Lösung des Wohnraummangels, denn die Mieten steigen weiter und die Zahl der Sozialwohnungen sinkt.
Was wollen wir? Umweltgerechtigkeit!
Umstrittene Bauprojekte werden öfter in industriellen, von Armut und Migration geprägten Stadtteilen durchgesetzt. Dort fehlen den Anwohner:innen die finanziellen und partizipatorischen Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, z.B. werden Menschen ohne EU-Staatsangehörigkeit bei Bürger- und Volksbegehren nicht berücksichtigt. Wir stellen nicht nur die Bauprojekte in Frage, sondern auch den aktuell praktizierten Parlamentarismus, der sich durch Alibi-Bürgerbeteiligungsverfahren einen demokratischen Anstrich verleiht, aber vorrangig Kapitalinteressen vertritt.
Wir fordern:
– sofortiger Planungsstopp für alle Bauprojekte, die Naturräume zerstören
– keine weiteren Flächenversiegelungen und langfristiger Erhalt aller Naturflächen in Hamburg
– Einhaltung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien der EU
– Ausweisung von leerstehenden Gewerbe- und Industrieflächen für den Wohnungsbau
-Nachhaltige Lösungen für bezahlbaren Wohnraum: Sanktionen gegen Wohnungsleerstand, höhere Zweitwohnungssteuern, mehr Genossenschaftsmodelle, 50% sozialgeförderte Wohnungen
– Umweltgerechtigkeit: erreichbare Naturräume für alle Menschen im Stadtteil
Komm mit zur Fahrrad-Sternfahrtam 10. September:
Route 1: Wilder Wald (Wilhelmsburg) / Start: 12:00 Uhr Ecke Berliner-/Potsdamer Ufer
Route 2: Nein zu Oberbillwerder / Start: 11:30 Uhr S-Bahn Nettelnburg
Route 3: Vollhöfner Wald (Teufelsbrück) / um 13:00 Uhr Fähranleger Teufelsbrück
Route 4: Diekmoor (Langenhorn) / Start: 12:30 Uhr U-Bahn Langenhorn-Nord
Abschlusskundgebung um 15:00 Uhr am Rathausmarkt
MEHR INFOS AUF: www.rettet-hh-natur.de
WiWa bleibt!, Völli bleibt!, Nein zu Oberbillwerder!, Rettet das Diekmoor!
Retter Hamburgs Natur vor dem Senat!
Am 28.08.2022 um 19:55 schrieb [email protected]:


